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Das Projekt wird freundlich gefördert und setzt auf partizipative Performances, Gespräche und gemeinsames Erleben. Es verbindet Ost- und Westperspektiven, reflektiert Biografien und aktuelle Themen und macht die Salonkultur als lebendiges, demokratisches Format erlebbar. Mehr Info: www.gertrud-schleising.net/rueberkommen.html
Informationen
Das Projekt „rüber kommen“ der Künstlerin Gertrud Schleising belebt die traditionsreiche europäische Salonkultur neu. Im Jubiläumsjahr 2026 – 100 Jahre nach der Gründung der GEDOK durch Ida Dehmel – entstehen vier besondere Salons, die Künstlerinnen aus Ost und West Deutschlands zusammenbringen. In intimer Atmosphäre werden persönliche Erfahrungen, künstlerische Positionen und gesellschaftliche Fragen ausgetauscht. Ziel ist es, Klischees abzubauen, voneinander zu lernen und Brücken zu bauen – „rüber kommen“ als Metapher für das Überwinden von Grenzen, das Bewältigen von Herausforderungen und das Ankommen auf der anderen Seite.
Vier Salons finden 2026 statt (Eintritt frei, ca. 45 Gäste pro Salon):
Salon #1: 7. Juni 2026, Berlin (bei Ekke Maaß) – mit Gabriele Konsor, Susanne Gabler, Maren Wurster (Moderation: Hilke Grabow/rbb)
Salon #2 (Augusta Kultursalon): 4. Oktober 2026, Augustastrasse 6, Görlitz (bei Eleni Triada Müller) – mit Dagmar Zehnel (Malerin, Leipzig), Susanne Ahner (Bildende Künstlerin, Berlin), Sibylle Kuhne (Schauspielerin/Sprecherin, Leipzig). Moderation: Britta Gansebohm
Salon #3: 8. November 2026, Hamburg (Kunstforum der GEDOK HH)
Salon #4: 6. Dezember 2026, Städtische Galerie Bremen
Gertrud Schleising (*1954 in Berlin) ist Malerin, Installations- und Performancekünstlerin. In allen vier Salons schlüpft sie performativ in die Rolle der GEDOK-Gründerin Ida Dehmel (1870–1942) – als Gastgeberin, die für eine offene, inspirierende Atmosphäre sorgt und aktiv an den Gesprächen teilnimmt.
Die GEDOK (Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V.) ist das älteste und europaweit größte Netzwerk für Künstlerinnen aller Sparten. Ida Dehmel, eine visionäre Mäzenin, Frauenrechtlerin und Salonnière, gründete es 1926, um Künstlerinnen zu vernetzen, zu fördern und sichtbar zu machen. Ihre Salons waren Orte freien Geistes, des interdisziplinären Austauschs und der Gleichberechtigung.
Die Wiederbelebung der Salonkultur ist heute hochaktuell: In einer polarisierten Welt schaffen Salons Räume für nuancierten Dialog, Toleranz und kulturelle Teilhabe – jenseits von Hektik und Algorithmen. Sie fördern Demokratie von unten, interkulturelle Verständigung und kreative Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen.